Konisation

Eine Konisation ist ein operativer Eingriff am Muttermund, welcher üblicherweise in Vollnarkose durchgeführt wird. Bei diesem Eingriff wird Gewebe im Bereich des äußeren Muttermundes (Portio) in Form eines Kegels (Konus) entnommen.

Es gibt verschiedene chirurgische Techniken (bspw. Skalpell, Laser, elektrische Schlinge etc.), um eine Konisation durchzuführen. Heute gilt die Operation mit einer elektrischen Schlinge (LLETZ=Large Loop Excision Transformation Zone ) oder LEEP=Loop Electrical Excision Procedere) als Operationsmethode der ersten Wahl.

Tiefe und Breite des Konus richten sich nach dem Lebensalter, Kinderwunsch und den präoperativen (vor der Operation) Befunden. Vor jeder Konisation sollte eine Kolposkopie und eine Gewebeentnahme (Biopsie) erfolgen. Ein auffälliger zytologischer Abstrich (PAP-Abstrich) reicht nicht mehr.

Je nach Befund läßt sich die Konisation planen oder ist nicht erforderlich.

Bei Krebsneubildungen (Einteilung von CIN I bis III = leichte, mittelgradige, schwere cervikale intraepitheliale Neoplasie) kann gewartet werden. Die spontanen Heilungsraten innerhalb eines Jahres liegen bei CIN I 60-80% und bei CIN II 40%.

Zytologische Befunde wie PAPIIID (leichtes bis mäßig verändertes Zellbild = Dysplasie) u. PAP IV (bis schwere Dysplasie) erfordern eine Kolposkopie und Biopsie.

Erst nach histologischer (feingeweblicher) Bestätigung des PAP IV ist eine  Konisation indiziert.

Bei Vorliegen einer CIN III (geringe Rückbildungstendenz) ist eine Konisation indiziert.

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