Verhütungsmethoden

Pille

Die Pille besteht aus einer Kombination von Östrogen und Gestagen, entweder in fixer Kombination oder bei Sequenzpräparaten in abgestufter Dosis. Die Pille ist ein Ovulationshemmer (unterdrückt den Eisprung) und hat gleichzeitig positive Effekte auf den Zyklus:

  • verringert die Blutungsstärke und- schmerzen
  • verhindert Zyklusstörungen
  • stellt Eierstöcke ruhig (weniger Zysten u. Tumore)
  • guten Effekt auf die Haut
  • Einnahmerhythmus sehr variabel (21-Langzyklus, 3 Monate)

Minipille

Die Minipille enthält nur das Gestagen und muss ohne Pause eingenommen werden. Nach längerer Einnahme kann es zum Ausbleiben der Blutung kommen. Sie ist zu empfehlen:

  • in der Stillzeit
  • bei zyklusabhängiger Migräne
  • zur Therapie der Endometriose
  • bei Raucherinnen >35 Jahre

Verhütungsring/ Verhütungspflaster

Der Nuva-Ring bzw.das Verhütungspflaster (Evra) wirken wie eine Pille (Ovulationshemmung) und nehmen die Östrogen-Gestagen-Kombination über die Scheidenschleimhaut bzw. über die Haut auf und umgehen den Magen-Darmtrakt bzw.den First-Pass-Effekt der Leber.

Auch eine tägliche Einnahme entfällt (kein Vergessen),sondern das Pflaster wird 1x wöchentlich gewechselt (21 Tage Zyklus=3). Der Ring verbleibt 21 Tage in der Scheide.

  • Vorteil: kein Vergessen möglich
  • Nachteil: kostenintensiv 

3-Monats-Spritze

Die 3-Monatsspritze ist ein Deot-Gestagen, dass alle 3 Monate im (intramuskulär) und in einer neuen Version unter die Haut (subcutan) gespritzt wird.

Diese Methode ist besonders für eine Langzeitverhütung geeignet und sehr sicher.

Bei längerer Anwendung ist zu beachten:

  • Gefahr der Osteoporose
  • Gewichtsprobleme
  • Stimmungsdämpfung

Hormonspirale

Die Hormonspirale bietet eine sehr sichere angenehme Verhütung über 5 Jahre.

Es werden niedrige Dosen  eines Gelbkörperhormons an die Gebärmutterschleimhaut abgegeben. Diese baut sich dadurch nicht genügend auf und hemmt damit die Einnistung der befruchteten Eizelle. Gleichzeitig wird der Schleimpfropf am Muttermund verdichtet und bietet eine Barierre für Spermien und Bakterien. Der normale weibliche Zyklus bleibt unberührt (Eisprung findet statt). Die Blutung wird stark vermindert oder bleibt aus.

Bei Kinderwunsch kann die Spirale leicht entfernt werden und die Empfängnisreglung normalisiert sich bald wieder.

Hormonstäbchen

Implanon ist ein 4cm langes und 2mm dickes Kunststoffstäbchen, dass ein Gestagen enthält und über 3 Jahre kontinuierlich freigesetzt wird. Es wird direkt unter die Haut an der Innenseite des Oberarmes eingesetzt.

  • Vorteile:
    • hohe Sicherheit
    • wenig Blutung oder Blutungsfreiheit
    • einfache schnelle Einlage
    • nach Entfernung schnell Schwangerschaft möglich
  • Nachteile:
    • Möglichkeit von häufig Schmierblutung
    • Hautprobleme
    • Preis
    • zur Entfernung kleiner Hautschnitt erforderlich

Kupferspirale

Die Kupferspirale besteht aus einem Kunststoffkörper (T-oder andere Form), der mit Kupfer oder Golddraht umwickelt ist. Die Liegedauer ist je nach Typ 2 - 4 Jahre.

  • Vorteil: niedriger Preis
  • Nachteile:
    • starke und verlängerte Blutungen
    • geringere Sicherheit
    • Ausstossungsgefahr erhöht, da höheres Entzündungspotential

Kondom

Das Kondom ist eine Barierremethode und hat ein hohes Versagerrisiko.
Vorteil ist der Schutz vor Infektionen.

Sterilisation

Die Sterilisation ist eine irreversible Methode der Kontrazeption (endgültig). Bei der Sterilisation der Frau werden die Eileiter per Bauchspieglung oder bei einer Operation(Kaiserschnitt)durchtrennt.

  • Vorteil der Methode ist die hohe Sicherheit.
  • Nachteilig zeigt sich oft, dass die Blutungen nicht vermindert werden und im Alter an Stärke oft zunehmen.

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