Pränataldiagnostik

Die Pränataldiagnostik beschäftigt sich mit Untersuchungen des ungeborenen Kindes im Mutterleib (pränatal = vor der Geburt).

Sie wird vor allem Frauen ab dem 35. Lebensjahr angeboten, da die Gefahr von Fehlbildungen des Kindes aufgrund von Chromosomenveränderungen dann deutlich ansteigt. Weiterhin lassen sich mit der Pränataldiagnostik auch verschiedene Infektionen, Stoffwechsel- und Erbkrankheiten (monogen bedingte Erkrankungen) des Kindes untersuchen.

Anwendungsgebiete:

  • mütterliche Alter; mit steigendem Alter der Mutter (> 35. Lebensjahr) nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Chromosomenstörung beim Kind zu
  • Ergebnis eines nichtinvasiven Screening-Verfahrens (z. B. Sonographie/Nackentransparenzmessung; Triple-Test)
  • Ein sonographischer Befund, der den Verdacht auf eine Chromosomenstörung möglich macht.
  • Eine Chromosomenstörung wie Translokation, Insertion oder Inversion bei einem Elternteil (in solchen Fällen ist die Wahrscheinlichkeit einer unbalanzierten Chromosomenstörung beim Kind über das mütterliche altersbedingte Risiko erhöht).
  • familiäre genetische Belastung für eine schwere Erkrankung

In unserer Praxis wenden wir das 3/4D-Ultraschall in der Pränataldiagnostik an. Lesen Sie hierzu mehr:

3/4D-Ultraschall

Für die werdende Mutter sind die regelmäßigen Ultraschalluntersuchungen ein besonderes Erlebnis. Auch für den zukünftigen Vater sind diese Termine sehr wichtig. Das bildliche Erleben hilft ihnen, eine Beziehung zu ihrem Kind aufzubauen.

Bisher war Ultraschall jedoch immer nur zweidimensional möglich. Mit der Entwicklung des 3D-Ultraschalls ist es nun möglich, das heranwachsende Baby räumlich – also dreidimensional – zu sehen.

Im Mittelpunkt dieser Ultraschalluntersuchung steht vor allem das Erlebnis der Eltern mit dem ungeborenen Kind. Des Weiteren liefert die 3D-Sonographie wichtige diagnostische Erkenntnisse, wenn Auffälligkeiten bei der normalen Ultraschalluntersuchung weiterer Klärung bedürfen.

So liegt ein Vorteil in der verbesserten Früherkennung von Fehlbildungen, z.B. Fehlbildungen der Wirbelsäule (offene Wirbelsäule) oder Lippen-Kiefer-Gaumenspalten. Chromosomale Besonderheiten (z.B. Down-Syndrom – Mongolismus, Edwards-Syndrom, u. a.) können nicht diagnostiziert werden. Lediglich bestimmte körperliche Auffälligkeiten können Hinweise auf eine Chromosomenbesonderheit geben, sodass eine Fruchtwasseruntersuchung zur genetischen Diagnostik in Erwägung gezogen werden kann.

Ein besonders wichtiges Einsatzgebiet ist der 3D-Sonographie des Herzens, um Herzfehler des Ungeborenen frühzeitig zu erkennen und behandeln zu können.

Der günstigste Zeitraum für 3D-Aufnahmen ist die 12. bis 16. Schwangerschaftswoche (für Bilder vom ganzen Ungeborenen) und die 25. bis 33. Schwangerschaftswoche (für eindrucksvolle Detailbilder einzelner Organe und Körperpartien des Ungeborenen). Auch frühere und spätere Untersuchungszeitpunkte sind prinzipiell möglich.

Bei der nochmals weiterentwickelten 4-D-Sonographie (auch Life-3D-Ultraschall genannt) kommt die Dimension Zeit hinzu, wodurch am Ultraschallmonitor ein sich ständig aktualisiertes, dreidimensionales Bild entsteht, in dem sich Kindsbewegungen so gut wie ohne zeitliche Verzögerung darstellen lassen.

Besonders eindrucksvoll sind hier die Aufnahmen, wenn das Kind schon etwas weiter entwickelt ist (29.-32. SSW). Gesichtszüge und nachvollziehbare Bewegungen können sichtbar gemacht werden und den Eltern eine lebendige Vorstellung vom Kind im Mutterleib geben. Aber auch zwischen der 12. und 16. SSW ist ein 4D-Ultraschall unter günstigen Bedingungen möglich.

Ihr Nutzen

Der 3D und 4D-Ultraschall ermöglicht einen faszinierenden Einblick in den Mutterleib.

Eltern erhalten Bilder und Filmsequenzen ihres Kindes als Erinnerung an die Schwangerschaft. Besonders Väter können dabei eine besonders starke Beziehung zu ihrem Kind herstellen.

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