Zytomegalie-Test

Cytomegalie ist eine Erkrankung, die durch Herpesviren übertragen wird.

Die Inkubationszeit (Zeit von der Ansteckung bis zum Ausbruch der Erkrankung) beträgt ca. zwei bis sechs Wochen. Die Ansteckung erfolgt über Schmierinfektionen (Küssen oder Intimkontakte) sowie Kontakt mit Stuhl oder Urin infizierter Babys.

Die Erkrankung geht mit folgenden Symptomen einher:

  • Fieber
  • Lymphknotenschwellung
  • Kopf- und Gliederschmerzen
  • selten Hepatitis (Leberentzündung)
  • selten Polyneuritis (Nervenentzündung)

Sind die Viren erst einmal in den Körper eingedrungen, so bleiben sie ein Leben lang dort, auch wenn die Krankheitszeichen bereits abgeklungen sind.

Besonderheiten in der Schwangerschaft

Die Erkrankung ist normalerweise für Erwachsene harmlos, kann jedoch ein ungeborenes Kind besonders im ersten und zweiten Drittel einer Schwangerschaft stark schädigen. In etwa 40 % der Fälle einer Erst-Infektion während der Schwangerschaft wird das Virus auf das Ungeborene übertragen.

Mögliche Folgen einer Cytomegalie-Infektion sind:

  • Frühgeburt
  • Retardierung – vermindertes fetales (kindliches) Wachstum
  • Taubheit
  • Schädigungen des Herz-Kreislauf-Systems, Magen-Darm-Traktes, Skeletts, Muskulatur, Gehirns

Das Kind kann sich auch nach der Geburt mit dem Virus anstecken, entweder unmittelbar während des Geburtsvorgangs oder im Nachhinein durchs Stillen.

Anzeichen der Infektion können auch erst Wochen oder gar Monate nach der Geburt auftreten. Dazu zählen z.B. Nervenausfälle, Gelbsucht, Lungenentzündung, Einblutungen in die Haut, Blutgerinnungsstörungen oder krankhafte Vergrößerung von Leber und Milz.

Für etwa 30 % der infizierten Kinder endet die Erkrankung tödlich.

Von den Kindern, die die Infektion überleben, zeigen etwa 90 % Spätfolgen, an denen wiederum 30 % der Kinder sterben.

Folgende Folgeerkrankungen beziehungsweise Spätfolgen treten auf:

  • Taubheit
  • Schädigung der Augen bis hin zur Erblindung
  • geistige und motorische Schäden
  • Veränderungen im Gehirn – Krampfanfälle, Lähmungen

Ihr Nutzen

Wenn bei Ihnen bereits Antikörper gegen die Erkrankung vorhanden sind, ist die Gefahr für Ihr Kind sehr gering, infiziert zu werden.

Bei einer Erstinfektion hingegen kann frühzeitig festgestellt werden, ob die Infektion auch auf das Ungeborene übertragen wurde.

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